Die Föderalstaatsanwaltschaft und das Zentrum für Cybersicherheit Belgien (ZCB) warnen vor unbekannten Personen, die die Identität Seiner Majestät des Königs, seines Kabinettschefs, Herrn Vincent Houssiau, und des Generalmajors Stéphane Dutron, Leiter des Allgemeinen Nachrichten- und Sicherheitsdienst, missbrauchen.
Seit Anfang 2025 werden ausländische Würdenträger, belgische Familien und Betriebsleiter telefonisch, per WhatsApp oder per E-Mail kontaktiert, um ihnen auf betrügerische Weise Geldbeträge zu entwenden. Dabei verwenden sie Techniken, die den Eindruck erwecken können, dass der Kontakt tatsächlich vom Königlichen Palast oder der König-Baudouin-Stiftung ausgeht.
Die Opfer werden bewusst aufgrund ihrer möglichen Verbindungen zur königlichen Familie ausgewählt, damit die Anrufe glaubwürdig erscheinen. Die Verdächtigen baten dabei in einer ersten Phase um finanzielle Unterstützung für die sogenannte Befreiung belgischer Journalisten, die angeblich in Syrien als Geiseln festgehalten wurden. Glücklicherweise haben die meisten Opfer die Täuschung schnell durchschaut. In einem Fall wurde tatsächlich eine Geldsumme überwiesen.
Anfang Januar 2026 wurde nach mehreren Wochen ohne neue Meldungen eine neue Welle von Betrugsversuchen festgestellt. Diesmal werden vor allem belgische Betriebsleiter angesprochen.
Ein auffälliges neues Element ist, dass die Opfer zu einem Videogespräch eingeladen werden, um sie davon zu überzeugen, dass es sich tatsächlich um den König handelt. Die Bilder in diesem Videoaufruf sind möglicherweise KI-generiert. Darüber hinaus erhalten einige Betriebsleiter gefälschte Einladungen zu einem fiktiven Galadiner der König-Baudouin-Stiftung, das angeblich im Februar und im April 2026 stattfinden soll. Dabei werden Beiträge oder Sponsorschaft für eine Veranstaltung angefragt, die in Wirklichkeit gar nicht existiert.
Die Föderalstaatsanwaltschaft führt zusammen mit der Federal Computer Crime Unit (FCCU) und anderen spezialisierten Dienststellen der föderalen Polizei eine Voruntersuchung durch. Im Interesse der Ermittlungen können derzeit keine weiteren Informationen bekannt gegeben werden.
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