Kennzahlen 2025

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Aktualisiert am 18.02.2026
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Auch im Jahr 2025 spielte das Zentrum für Cybersicherheit Belgien (ZCB) eine zentrale Rolle beim Schutz von Bürgern, Organisationen und Behörden vor Cyberbedrohungen. Das Jahr war geprägt von einer anhaltend hohen Arbeitsbelastung, sich wandelnden Bedrohungsmustern und einem starken Fokus auf Prävention, Sensibilisierung und Informationsaustausch.

Reaktion auf Vorfälle und operative Unterstützung

Im Laufe des Jahres 2025 bearbeitete das ZCB 635 Cybersicherheitsvorfälle auf nationaler Ebene. Dies entspricht einem deutlichen Anstieg der nationalen Vorfälle, was sowohl die zunehmende Komplexität der Cyberbedrohungslandschaft als auch die Bedeutung koordinierter Reaktionsmechanismen unterstreicht.

Die Zahl der Notfallmaßnahmen stieg auf 103, was einen höheren Bedarf an schneller, praktischer Unterstützung in kritischen Situationen widerspiegelt. Ransomware blieb mit 105 gemeldeten Vorfällen ein großes Problem. Obwohl diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang zeigt, stellt Ransomware weiterhin ein ernstes Risiko für Organisationen dar.

Gleichzeitig verdoppelte sich die Zahl der Fälle von Kontoübergriffen auf 144 Vorfälle, was die anhaltende Ausnutzung gestohlener Anmeldedaten und die Notwendigkeit einer starken Authentifizierung und Sensibilisierung der Benutzer unterstreicht. DDoS-Angriffe blieben mit 63 gemeldeten Vorfällen relativ stabil.

Phishing und böswillige Aktivitäten

Phishing war auch 2025 einer der häufigsten Angriffsvektoren. Die Safeonweb-Plattform erhielt 9.929.354 Meldungen an suspekt@safeonweb.be@safeonweb.be, was das hohe Engagement der Öffentlichkeit bei der Meldung verdächtiger Nachrichten bestätigt.

Dank dieser gemeinsamen Anstrengungen und verbesserten Erkennungsmöglichkeiten wurden 176.183 eindeutige URLs und 40.815 eindeutige Domains identifiziert und als bösartig gekennzeichnet. Diese Zahlen stellen zwar einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr dar, zeigen jedoch einen gezielteren und effizienteren Ansatz zur Identifizierung bösartiger Infrastrukturen.

Warnungen, Schwachstellen und Bedrohungsinformationen

Im Jahr 2025 veröffentlichte das ZCB 264 technische Hinweise, um Organisationen bei der Minderung von Schwachstellen und neuen Bedrohungen zu unterstützen. Parallel dazu wurden 568 Berichte zu Cyber-Bedrohungsinformationen (CTI) über das Early Warning System (EWS)-Portal ausgetauscht, wodurch der Informationsaustausch mit Partnern gestärkt wurde.

Das ZCB führte außerdem 152 automatisierte und manuelle Spear-Phishing-Warnkampagnen (Warnungen zum gleichen Thema) durch. Insgesamt wurden 32.005 Spear-Warnungen ausgegeben, was einen erheblichen Anstieg der direkten Warnungen an potenziell betroffene Organisationen und Nutzer bedeutet.

Die Zahl der offengelegten Schwachstellen belief sich auf 219, was die fortgesetzten Bemühungen um eine verantwortungsvolle Offenlegung und die Verbesserung der allgemeinen Sicherheitslage digitaler Systeme in Belgien widerspiegelt.

Die BAPS (Belgian Anti-Phishing Shield)-Warnseite verzeichnete mehr als 185 Millionen Besuche und bestätigte damit ihre Rolle als wichtige Anlaufstelle für zeitnahe und vertrauenswürdige Informationen zur Cybersicherheit.

Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit

Die Sensibilisierung blieb ein Eckpfeiler der Mission des ZCB. Im Jahr 2025 wurden 78 Nachrichtenartikel auf Safeonweb veröffentlicht, die im Laufe des Jahres 1.891.220 Besuche verzeichneten. Diese Zahlen unterstreichen das anhaltende öffentliche Interesse an praktischen, leicht zugänglichen Leitlinien zur Cybersicherheit.

Darüber hinaus organisierte das ZCB 15 „Connect and Share”-Veranstaltungen (mit fast 6.500 Teilnehmern weltweit), um die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch zwischen Behörden, kritischen Sektoren und Cybersicherheitsexperten zu fördern.

Ausblick

Die Zahlen für 2025 bestätigen, dass Cybersicherheit nach wie vor eine gemeinsame Verantwortung ist. Durch Incident Response, Threat Intelligence, Sensibilisierungskampagnen und enge Zusammenarbeit mit Partnern stärkt das Centre for Cybersecurity Belgium weiterhin die Widerstandsfähigkeit des digitalen Ökosystems Belgiens angesichts einer sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungslandschaft.

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