Auch in diesem Jahr hat die Cyber Security Challenge Belgium (CSCBE) wieder mehr als 1000 Studierende und junge Talente aus dem ganzen Land zusammengebracht. Damit bestätigt der Wettbewerb das wachsende Interesse der jungen Generation an Cybersicherheit.
Das Finale der 12. Ausgabe fand am Samstag, dem 28. März 2026, an der Königlichen Militärakademie in Brüssel statt. Dort traten die besten Teilnehmenden in einem intensiven Capture-the-Flag-(CTF)-Wettbewerb gegeneinander an.
CTF-Challenges werden in der Cybersicherheits-Community häufig als praxisnahe Trainingsform eingesetzt. Die Teilnehmenden verbinden technisches Wissen, Kreativität und Teamarbeit, um Schwachstellen zu erkennen und versteckte „Flags“ zu finden. Im Finale mussten die Teams Sicherheitslücken analysieren, technische Rätsel lösen und unter Zeitdruck kreativ denken – ganz ähnlich wie in realen Cybersicherheitssituationen.
„Jedes Jahr sehen wir mehr junge Menschen, die über solche Challenges den Einstieg in die Cybersicherheit finden“, erklärt Vincent Defrenne, Direktor der Cyber Security Challenge Belgium und Mitgründer von NVISO. „Der Wettbewerb bietet ihnen ein sicheres Umfeld, in dem sie praxisnahe Fähigkeiten entwickeln und mit einer breiteren Cybersicherheits-Community in Kontakt kommen können.“
Von den Online-Qualifikationen ins nationale Finale
Einen Monat vor dem Finale nahmen mehr als 1.000 Spielerinnen und Spieler einzeln an der Online-Qualifikationsrunde teil. Nach dieser anspruchsvollen Vorauswahl qualifizierten sich die 132 besten Teilnehmenden für das Finale, das in zwei getrennten Tracks ausgetragen wurde. Dort stellten sie sich im Team verschiedenen Aufgaben in Bereichen wie Websicherheit, Kryptografie und digitaler Forensik.
Zwei Wettbewerbs-Tracks
In diesem Jahr wurde eine neue Wettbewerbsstruktur mit zwei klar getrennten Tracks eingeführt.
Im European Cybersecurity Challenge (ECSC) Track qualifizierten sich die 16 besten Juniors (unter 20 Jahren) und die 16 besten Seniors (unter 25 Jahren) aus den Qualifikationen für das Finale. Diese Teilnehmenden zählen zu den vielversprechendsten Kandidaten für die Red Daemons, das belgische nationale Cybersicherheitsteam. In den kommenden Monaten erhalten sie zusätzliches Training, bevor das endgültige Team ausgewählt wird, das Belgien im Oktober bei der European Cybersecurity Challenge in Bochum vertreten wird.
Parallel dazu konnten die Teilnehmenden im CTF for Students Track Preise gewinnen. Team Quivr, bestehend aus Studierenden der KU Leuven, gewann den Wettbewerb und erhält Tickets für Black Hat Europe sowie ein SANS-Training, um seine Kenntnisse im Bereich Cybersicherheit weiter zu vertiefen.
Die nächste Generation von Cyber-Talenten fördern
Die Cyber Security Challenge Belgium ist weit mehr als nur ein Wettbewerb. Sie ermöglicht Studierenden einen Einblick in die Cybersicherheit und ermutigt sie, ein Studium oder eine berufliche Laufbahn in diesem Bereich in Betracht zu ziehen. Für viele ist die Challenge ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Mehrere Finalistinnen und Finalisten entdeckten die Cybersicherheit erstmals über Online-CTFs und aktive Communities – teilweise schon während ihrer Schulzeit.
Gleichzeitig stärkt die Initiative das belgische Cybersicherheits-Ökosystem, indem sie Studierende, Universitäten, Partner aus der Privatwirtschaft und öffentliche Akteure zusammenbringt und so zur Entwicklung zukünftiger Fachkräfte beiträgt.
Die Cyber Security Challenge Belgium wird mit Unterstützung von Partnern aus Industrie, Wissenschaft und dem öffentlichen Sektor organisiert. Dieses kontinuierliche Engagement ist entscheidend: Durch ihre Unterstützung der CSCBE tragen sie direkt zur Entwicklung zukünftiger Cybersicherheitsfachkräfte und zur digitalen Resilienz Belgiens bei.
Mit ihrer Unterstützung der CSCBE trägt das Zentrum für Cybersicherheit Belgien (ZCB) aktiv dazu bei, diese wachsende Community zu fördern und das Fachwissen zu stärken, das zum Schutz der digitalen Gesellschaft in Belgien notwendig ist.