Nach 10 Jahren hat sich Safeonweb zu einer vertrauenswürdigen Referenz für Cybersicherheit in Belgien entwickelt. Eine Umfrage des Zentrums für Cybersicherheit Belgien (CCB) zeigt, dass 82 % der Bevölkerung Safeonweb als Referenz für Cybersicherheit kennen. Die Safeonweb-Website wird jährlich rund 2 Millionen Mal besucht und die Safeonweb-Kampagnen werden von fast der Hälfte der Bevölkerung wahrgenommen.
Dieses Vertrauen ist wichtig, denn Online-Betrug entwickelt sich ständig weiter. Betrüger nutzen nicht nur Phishing-E-Mails, sondern auch soziale Medien, SMS, Telefonanrufe und gefälschte Websites. Safeonweb möchte für jeden Internetnutzer eine klare und zuverlässige Quelle sein.
Die jährlichen Kampagnen übersetzen diese sich wandelnden Risiken in einfache und praktische Tipps. Sie helfen nicht nur den Bürgern, sondern auch Hunderten von Partnerorganisationen. Diese Partner geben die Botschaft an ihre eigenen Zielgruppen weiter.
Warum Sensibilisierungskampagnen wichtig sind
Cyberkriminelle hacken nicht immer Geräte. Sie manipulieren Menschen dazu, zu klicken, einen Code weiterzugeben oder eine App herunterzuladen. Deshalb konzentrieren sich Safeonweb-Kampagnen auf erkennbare Verhaltenssignale: Dringlichkeit, Druck, Geheimhaltung und „zu schön, um wahr zu sein“. Anschließend geben wir eine klare Maßnahme an, die Sie sofort umsetzen können.
Jahrelang haben die Menschen gelernt, zu klicken und herunterzuladen. Jetzt müssen wir sie darauf hinweisen, dass diese harmlosen Handlungen gefährlich sein können. Deshalb fördern wir einen einfachen Reflex: kurz innehalten, überprüfen und dann erst handeln. Dieser kleine Moment verhindert oft großen Schaden.
Katrien Eggers, Sprecherin und Kommunikationsverantwortliche, CCB
10 Safeonweb-Kampagnen auf einen Blick
Die erste große nationale Kampagne rief die Bürger dazu auf, ihre Geräte zu bereinigen und zu sichern. So nehmen wir gemeinsam das Internet zurück und machen es Cyberkriminellen schwerer. Die Bürger wurden dazu ermutigt, grundlegende Regeln für die Cybersicherheit anzuwenden.
2017: Verdächtige Nachrichten rechtzeitig erkennen
Bei Phishing gilt: Wenn Sie die Falle rechtzeitig erkennen, können Sie den größten Schaden verhindern. Die Kampagne lehrte die Bürger, verdächtige Nachrichten zu erkennen, bevor sie darauf klicken oder Daten weitergeben.
Für diese Kampagne wurde ein Phishing-Test entwickelt, den Partner noch heute bei Informationsveranstaltungen einsetzen. Außerdem wurde die E-Mail-Adresse suspekt@safeonweb.be eingerichtet.
2018: Backups und Updates
In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf zwei Maßnahmen für digitale Hygiene: Updates installieren und Backups erstellen. Updates schließen Schwachstellen. Backups begrenzen den Schaden, wenn Sie Opfer eines Angriffs werden.
2019: Überlegen Sie zweimal, bevor Sie auf einen Link klicken
Phishing bleibt das größte Problem der Cybersicherheit. Betrüger verbreiten sie per E-Mail, SMS und soziale Medien. Der Fokus liegt auf einem Reflex: Halten Sie inne und überprüfen Sie, bevor Sie klicken. Aufruf zum Handeln: Leiten Sie verdächtige Nachrichten immer an verdacht@safeonweb.be weiter. Bis heute werden jährlich bis zu 10 Millionen Nachrichten an diese E-Mail-Adresse weitergeleitet.
2020: Passwörter sind nicht mehr zeitgemäß
Aufgrund des Diebstahls von Anmeldedaten und der Übernahme von Konten förderte Safeonweb eine stärkere Kontosicherheit. Der Slogan „Passwörter sind nicht mehr zeitgemäß” rückte die zweistufige Verifizierung in den Vordergrund. Da dies für viele Menschen nach wie vor ein schwieriges Thema ist, haben wir es so konkret wie möglich gestaltet.
Das Video zu dieser Kampagne wurde mit einem europäischen Preis für das beste Sensibilisierungsvideo ausgezeichnet.
2021: Seien Sie schlauer als ein Phisher: Laden Sie die Safeonweb-App herunter
Phishing ist nach wie vor ein großes Problem. Deshalb hat Safeonweb eine Warn-App auf den Markt gebracht. Die Safeonweb-App hilft Bürgern, auf dem Laufenden zu bleiben und schneller auf Warnungen und Trends zu reagieren. Jährlich versenden wir bis zu 80 Warnungen über die App. (Link)
2022: OK ist nicht immer OK
Kriminelle nehmen immer häufiger Smartphone-Nutzer ins Visier. Die Kampagne warnte: Ein einziger impulsiver Klick auf „OK” kann ausreichen, um eine unsichere App herunterzuladen oder Ihre Daten preiszugeben.
2023: Phishing: Es kommt auf die Details an
Phishing wird immer raffinierter und überzeugender. Die Kampagne brachte den Menschen bei, wie eine URL aufgebaut ist und wie man sie vor dem Klicken überprüft. Im Rahmen dieser Kampagne wurden die Browser-Erweiterung Safeonweb und ein E-Learning-Modul namens „Surfen ohne Sorgen” entwickelt.
2024: Verwenden Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo immer es möglich ist
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist eine sehr wirksame Maßnahme: Gestohlene Passwörter sind viel weniger brauchbar und Sie verhindern Account-Übernahmen. Herstappe, das kleinste Dorf Belgiens, war der Blickfang. Safeonweb half allen 70 Einwohnern persönlich dabei, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. Wir ermutigten andere Gemeinden, dasselbe zu tun.
2025: Fallen Sie nicht auf Anlagebetrug herein: Erkennen Sie die Anzeichen rechtzeitig
Safeonweb erweiterte den Fokus von Phishing auf Online-Anlagebetrug. Betrüger verbreiten diesen Betrug oft über Anzeigen, Identitätsbetrug und überzeugendes Social Engineering. In der Kampagne spielt Bill, ein sympathischer Geldsack, die Hauptrolle. Er investiert online, aber sobald er seine Gewinne abheben will, hat er alles verloren. Bill ist pleite.
Was lernen wir aus 10 Jahren Sensibilisierungskampagnen?
Unsere Partner bringen Cybersicherheit den Menschen näher, über Kanäle, denen sie bereits vertrauen. So erreicht dieselbe Botschaft überall eine größere Reichweite.
Cathy Grimmeau, Kommunikationsmitarbeiterin Safeonweb, CCB
1) Wählen Sie ein klares Ziel und eine Zielgruppe
Halten Sie die Botschaft kurz und prägnant. Safeonweb wählt daher jedes Jahr bewusst eine Kernbotschaft aus.
2) Geben Sie den Opfern niemals die Schuld
Der Nutzer ist nicht das schwächste Glied. Safeonweb trägt auch aktiv dazu bei, die Online-Umgebung sicherer zu machen. Wir spüren beispielsweise verdächtige Links auf und bieten eine Browser-Erweiterung an, die vor ihnen warnt.
3) Machen Sie es menschlich: Humor hilft
Menschen haben manchmal Angst vor IT. Eine Prise Humor macht die Botschaft leichter und zieht die Aufmerksamkeit auf sich.
4) Geben Sie den Menschen eine machbare Handlung („Yes, you can“)
Viele Menschen fühlen sich angesichts der Flut von Phishing-Nachrichten machtlos. Sie können das nicht aufhalten, aber sie können eine Nachricht weiterleiten. Deshalb tun dies die Bürger massenhaft.
5) Arbeiten Sie mit Partnern zusammen
Die Mobilisierung von Partnerorganisationen ist unerlässlich, um Bürger im ganzen Land zu erreichen, insbesondere über lokale Präventionsakteure.